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Begriffe / T - Übersicht / Taijiquan

Taijiquan 

Das Tàijíquán, Tai Chi Chuan, verkürzend Tai Chi oder chinesisches Schattenboxen genannt, ist eine im Kaiserreich China entwickelte innere Kampfkunst.

In der Volksrepublik China ist Taijiquan in zumeist stark vereinfachter Form ein Volkssport und in den Parks der Städte sieht man in den Morgenstunden tausende Menschen beim Üben der Bewegungen.

In Deutschland gibt es zahlreiche Verbände, Schulen, Vereine und Einzellehrer, die Taijiquan unterrichten. In vielen Fällen übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen im Rahmen der Gesundheitsvorsorge zumindest teilweise die Kosten von Taijiquan-Kursen, sofern diese von einem von der Krankenkasse zugelassenen Veranstalter durchgeführt werden.

Im Zentrum des Übens von Taijiquan steht meistens eine so genannte Form, ein klar umschriebener Bewegungsablauf aufeinanderfolgender meist fließender Bewegungen (vergleichbar einer Kata in den japanischen Kampfkünsten). Eine Form setzt sich aus mehreren Bildern bzw. Einzelbewegungen zusammen. Viele Formen werden deswegen nach der Anzahl ihrer Bilder benannt, so zum Beispiel die 24-Bilder-Form (Pekingform) oder die 48-Bilder-Form (Yang-Stil nach Chen Man Ching). Die längsten Formen können über 100 Bilder haben. Die Ausführung der Form kann von wenigen Minuten bis zu eineinhalb Stunden dauern, je nach Anzahl der Bilder und Geschwindigkeit der Ausführung.

Taijiquan-Formen werden meistens langsam und ruhig ausgeführt, doch kann es je nach Stil, Form und Erfahrung des Übenden große Unterschiede geben.

Ein Bild einer Fächerform des TaijiquanDie gebräuchlichsten Formen sind waffenlos, doch gibt es auch zahlreiche Waffen- oder Geräteformen. In traditionell orientierten Taijiquan-Schulen werden fortgeschrittene Schüler in den Waffenformen unterrichtet.

Am häufigsten werden Soloformen geübt, es gibt jedoch auch Partnerformen. Auch freie Anwendungen und freier Kampf werden zum Teil unterrichtet.

Neben dem Solo-Formtraining gibt es auch Partnerübungen, deren bekannteste das Tui Shou (Push Hands, schiebende oder hörende Hände) ist. Im Tui Shou lernt man die durch das Üben der Form erarbeiteten Prinzipien auch im Kontakt mit einem Partner umzusetzen, es schult die Sensitivität und einen festen Stand. Im freien Tui Shou, das nicht mehr einem vorgeschriebenen Ablauf folgt sondern in dem jede Bewegung der Form angewendet werden darf, können die Übenden sich gegenseitig demonstrieren, wie sie die Prinzipien des Taijiquan verinnerlicht haben.

Durch das Üben des Taijiquan soll der Übende in zunehmendem Maße in der Lage sein, das Qi wahrzunehmen und schliesslich zu kontrollieren. Das Qi wird von vielen Praktizierenden als eine Art Energiefluss beschrieben, den man im Körper zirkulieren lassen kann.

Das Qi soll einerseits der Gesunderhaltung und Körperkontrolle dienen und andererseits im Kampf anwendbar sein.

Die folgenden zehn Grundprinzipien des Taijiquan werden Yang Chengfu (1883-1936) zugeschrieben und sollen beim Üben eingehalten werden:

Halte den Kopf aufrecht, um Deinen Geist zu entfalten
Lockere die Ellenbogen, damit die Schultern sinken
Brust und Rücken sollen entspannt sein
Lockere Deine Taille
Verteile das Gewicht richtig (Fülle / Leere)
Bringe Ober- und Unterkörper in Einklang
Deine Bewegungen sollen fließen
Verbinde den Geist mit dem Körper
Gebrauche Yi (Intention, Absicht), nicht rohe Kraft (Muskelkraft)
Suche die Ruhe in der Bewegung und die Bewegung in der Ruhe


 

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